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| „Die Rheinpfalz“ vom 05.10.11
SPRECHEND UND SINNLICH, STRENG UND INTENSIV … Zunächst war es bewunderswert, auf welch hohem, allemal professionellem Niveau das BÄO in allen Registern musizierte und wie klangvoll, homogen und gestochen scharf in der Textdeklamation der Deutsche Ärztechor. Da gab es in beiden Klanggruppen keine Defizite. |
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| „Mainpost“ vom 09.06.10 Jean Sibelius hat mit „Finlandia“ ein stürmisch-fulminantes, kräftiges Werk mit großem Pathos geschaffen, das das Orchester klangbildgewaltig präsentierte. Danach folgte Alban Bergs Violinkonzert „Zum Andenken eines Engels“. Hier hatte das BÄO mit Sinn Yang, Stipendatiatin der Mozart-Stiftung Dortmund, eine junge Solistin mit ins muskalische Boot genommen, die mit ihrem wunderbar einfühlsamen Spiel Publikum und Spieler gleichermaßen berührte. Obgleich das Werk den Virtuosen nicht unbedingt in den Mittelpunkt stellt, sondern mit dem transparent agierenden Orchester zu einem fast symphonischen Klangteppich verwebt, nutzte die in Würzburg geborene Geigerin ihren Moment und spielte sich wunderbar leichthändig, dann wieder energisch zupackend durch die Komposition. Den zweiten Teil des Programms nahm die „Rheinische“ Symphonie Robert Schumanns ein, glänzend umgesetzt von diesem großartigen Orchester, das seit über 40 Jahren für Hochklassigkeit steht... |
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| "Die Rheinpfalz" vom 19.02.09
DER WILLE ZUM LEBEN ...Diese existenziellen Dimensionen des Werkes (Schostakowitsch 10. Symphonie) kamen in Reinhard Steinbergs Wiedergabe mit dem BÄO unbedingt zum Ausdruck. Eminent eindrucksvoll war der grosse Atem der Aufführung, ihr weit ausgemessener Spannungsbogen und ihre Vielfalt und Genauigkeit in der Dynamik. Zudem machte die klangliche Fülle des Orchesters Staunen, das noch im Pianissimo mit Wärme spielte und in den massiven Entladungen des ganzen Orchesters, in den von Schostakowitsch mit geradezu physischer Gewalt entworfenen Schreckensbildern eine immense Kraft und Klangsubstanz entfaltete ... In klaren Linien und fliessendem Zeitmass und gerade deshalb mit bewegender Intensität führte Steinberg sein Orchester durch den gewaltigen Ausdrucksradius des 1.Satzes. Der zweite Satz, als Abbild des Diktators (Stalin) gedacht, erklang in seiner ganzen karikierenden Schärfe, während das folgende Allegretto sehr schön in seiner Schwebe zwischen Versonnenheit und Überschwang getroffen wurde. Im Finale ... fand mit der magischen Beschwörung des Namen Dimitri Schostakowitsch in den Tönen D-Es-C-H diese überzeugende Aufführung ihr Ziel. |
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| "SAALE ZEITUNG" vom 27.05.08
KONZERT MIT BESONDEREM ESPRIT ... Seit 40 Jahren ist das Bayerische Ärzteorchester ein Garant für hochwertige sinfonische Musik ... Dies konnte man auch beim diejährigen Konzert im Grossen Saal des Regentenbaues spüren. Reinhard Steinberg, ein dynamischer und engagierter Dirigent, hatte mit seinen ausgewählten 107 Musikern drei Werke der Klassik erarbeitet ... Den krönenden Abschluss fand das Konzert mit der Symphonie Nr.10 von Dimitrij Schostakowitsch ...Das BÄO zeigte hier sinfonische Musik auf höchstem Niveau und begeisterte seine Zuhörer... (Peter Klopf) |
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| "MAIN POST" vom 27.05.08
HOCHGENUSS MIT GÄNSEHAUT ...Das BÄO zeigte hier beim Kissinger Konzert sinfonische Musik auf höchstem Niveau und begeisterte vor allem durch Spritzigkeit und Frische. Mit sehr gut besetzten Registern und ausgezeichneten Solisten waren die aufgeführten Werke ein Hochgenuss, die einem als Zuhörer eine Gänsehaut über den Rücken jagen konnte, ein herausragendes Orchester, bei dem der minutenlange begeisterte Applaus mehr als gerechtfertigt war. (kl) |
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| „Saale-Zeitung Bad Kissingen", 6. Juni 2007 KONZERT FÜR ZIELGRUPPE, DIE NICHT ANWESEND WAR Keine Schwangere da: Ärzte spielten trotzdem Nach Überzeugung des Bayerischen Musikrates (BMR) muss die Sensibilisierung des kindlichen Gehörs und die musisch-ästhetische Bildung so früh wie möglich beginnen ... Der BMR wertete damit neueste gynäkologische Erkenntnisse aus, wonach das Gehör des Embryos bereits im vierten Monat der Schwangerschaft voll ausgebildet ist ... In diesem Zusammenhang werden heuer in Zusammenarbeit von Musikrat, der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und des Bayerischen Rundfunks unter dem Motto "Musikalische Früherziehung, noch früher" erstmals Konzerte für Schwangere veranstaltet. ... |
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| "Die Rheinpfalz" Dienstag, 10. Juli 2007 STRAHLEND, SCHMEICHELND, SENSIBEL ... Mit festlichen Serenaden von Mozart und Richard Strauss schenkte das BÄO Bayerisches Ärzteorchester den Feierlichkeiten zum 150jährigen Jubiläum des Pfalzklinikums für Psychiatrie und Neurologie in Klingenmünster am Sonntagabend einen würdevollen Ausklang. ... Nichts Geringeres als Mozarts bewegende „Gran Partita“ B-Dur KV 361 die vielleicht bedeutendste Bläserserenade schlechthin hatten die Musiker im Gepäck. Als Schmankerl obendrein servierten sie zum festlich-getragenen Konzertauftakt das Andante der Bläserserenade in Es Dur op. 7 von Richard Strauss. Dieses kammermusikalische Glanzstückchen war so recht dazu geeignet, das Publikum mit strahlendem Blech, wohlklingend schmeichelnder Melodieführung und sensibel emotionaler Klanggestaltung in Hochstimmung zu versetzen und seine Kondition für den langen Mozart zu stärken. Reinhard Steinberg intonierte die Gran Partita für zwölf Bläser und Kontrabass mit ruhiger, doch energischer Hand, betonte die romantische Grundaussage dieser berühmten Serenade mit warmer Tonalität und ließ den Interpreten großen emotionalen Spielraum, den sie mit Hingabe füllten. So entwickelte sich das konzertante Prinzip des siebensätzigen Werkes auf besonders dynamische Weise. Leicht und virtuos entfaltete sich der Wechsel zwischen Soli und Ensemble, harmonisch und empathisch vollzogen sich die Wechsel zwischen Dialog und Gesamtklang, hinreißend lebendig entpuppte sich die Zwiesprache von Oboe und Klarinette. Lustvolle, weich getragene Bläserkantinelen durchfluteten das Gesamtwerk, setzten Akzente und ergossen sich stets aufs Neue im warmen Klangvolumen des Ensembles, das sich durch hervorragende Solisten und sensibles Zusammenspiel auswies. Eine durchaus gefühlvolle, sowohl die Herzen der Musiker wie des Publikums ansprechende Interpretation, die dem Bayerischen Ärzteorchester und dem Pfalzklinikum gleichermaßen zur Ehre gereichte. ... (ttg) |
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| „Die Rheinpfalz", 23. Oktober 2006 KLARINETTENSCHÖNHEIT und KLANGKATHEDRALEN Bruckners Klangkathedralen im gotischen Kirchenbau und davor erlesene Klarinettenklänge von Mozart: das Konzert des BÄO Bayerisches Ärzteorchester mit Reinhard Steinberg am Pult und Andrea Steinberg als Solistin begeisterte gestern Abend das Publikum in der voll besetzten Landauer Stiftskirche ... ... Mozarts Klarinettenkonzert A-Dur KV 622 zu Beginn machte Wirkung in der Stiftskirche ... Andrea Steinberg spielte den Solopart ausgesprochen klangvoll und klangschön, dazu schillernd virtuos. Sie entfaltete das Werk mit einer feinen Kunst des Übergang und einer Fülle an dynamischen Schattierungen. Ebenmäßig breitete die Solistin weich modellierte Melodielinien aus. Ein besonders schöner Moment war die verinnerlicht gespielte Wiederholung des Hauptteils des Adagios. Das BÄO Bayerisches Ärzteorchester unter Reinhard Steinberg begleitete die Solistin in frischen Zeitmaßen sehr souverän und ebenfalls mit sattem Wohllaut. Auf prachtvolle Klangentfaltung, auf eine dramatisch aufgeladene Ausbreitung der sinfonischen Form hatte Reinhard Steinberg seine Wiedergabe der Dritten von Bruckner gestellt. Er gab dem Werk seine prägende Gestalt aus der unbedingten Vergegenwärtigung von Bruckners grandioser Klangarchitektur heraus. Zur Zeit wurde hier - in Umkehrung des bekannten „Parsifal"-Zitats - der (Klang)-Raum. In fließenden Tempi, markant formulierten Themen - bis hin zur ländlerischen Ausgelassenheit im Trio des Scherzos - und weiträumig angelegten dynamischen Bewegungen bot der Dirigent eine überaus plastische und eminent ausdrucksstarke Wiedergabe. Dabei wusste er sich getragen von einem Orchester, das gestern Abend in der Stiftskirche in ganz großartiger, wahrlich professioneller Form auftrat. Dabei war allein der Klang der Blechbläser - unter anderem in der Choralstelle des ersten Satzes - ein Ereignis, aber auch der samtene Streicherklang und die Vielfarbigkeit der Holzbläser waren höchst eindrucksvoll. Mit ungebrochener dynamischer Energie und Spannung führte Steinberg sein Orchester schließlich im impulsiven Schlusssatz zu einer strahlenden Apotheose, die den Stiftskirchenraum mit leuchtendem D-Dur erfüllte. Großer Beifall gestern Abend. (Dr. Karl Georg Berg) |
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| „Schweinfurter Tagblatt“ vom 29.05.06 ..Nach der Ode Igor Strawinskys, einer Trauermusik, deren elegische Durchsichtigkeit ... etwas unter der halligen Akustik der Heilig-Geist-Kirche litt, purzelte Mozart heiter mit seinem Klarinettenkonzert herein. Andrea Steinberg war als Solistin eine ideale Besetzung. Ihre sensible Agogik und Phrasierung begeisterten ebenso wie die Strahlkraft ihres Tons und die pastellen gedeckte Klagfarbe in den Moll-Passagen ... Von Energie sprühend präsentierten sich Steinberg und sein Orchester ....Als nach einer kurzen, leisen Streichereinleitung (Bruckner 3. Symphonie) das erste Thema monumental erschütternd im Raum stand, bebte die Erde ... Wie ein großartiges Bauwerk riesenhaften Ausmaßes baute sich der Kopfsatz auf. Ohne vodergründig laut zu werden, bot er selbst lärmgewöhnten Ohren, ein überwältigendes Klangerlebnis ... Bewegt und begeistert dankte das Publikum mit stehenden Ovationen...(Katja Tschirwitz) |
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| „Rheinpfalz“ vom 02.06.2005 ...Das Konzert am Sonntag im Münchner Herkulessaal zeigte eindrucksvoll den reifen künstlerischen Ertrag der von Reinhard Steinberg und seinem Orchester geleisteten Arbeit, wobei es in der Tat nicht nur das in beträchtlichem Maße vorhandene technische Vermögen, sondern eben vor allem die überlegte und zwingende interpretatorische Durchdringung der Werke war, die in hohem Maße überzeugte. Schon die Wiedergabe von Liszts „Mazeppa“ zu Beginn war dramatisch aufgeladen und eminent klangprächtig ... Sinn für instrumentale Effekte hatte erst recht die Aufführung von Hindemith’schen „Metamorphosen“, die zudem von einer sehr prägnanten Ausarbeitung des facettenreich aufgefächerten Tonsatzes war. Natürlich war die „Eroica“ das Ereignis dieses Konzerts. Reinhard Steinberg wählte fließende und sehr sinnfällige Zeitmaße, die in allen vier Sätzen für einen impulsiven und spannungsgeladenen sinfonischen Verlauf sorgten. Zugleich arbeitete der Dirigent Beethovens außerordentlich pointierte Akzentgebung sehr genau heraus und verstand es dergestalt, der Musik in jedem Takt hohe Intensität und Beredsamkeit zu vermitteln. Gerade das machte diese Beethoven-Interpretation so einprägsam: ihre innere Stringenz und schlüssige Formdisposition, ihre ungebrochene Folgerichtigkeit in der Auslegung der heuer vor 200 Jahren uraufgeführten und noch immer hochgradig erregenden Partitur ... (Dr. Karl Georg Berg) |
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| „Die Rheinpfalz“ vom 01.03.2005 ...Offenbar ist solides Können nicht ausschließlich Berufsmusikern vorbehalten. Engagierte, ehrgeizige und begabte Laien scheinen mitunter auch beachtliches Niveau erreichen und bei öffentlichen Auftritten ihrem Publikum durchaus Anspruchsvolles bieten zu können... ...(Es spielte das ) BÄO Bayerisches Ärzteorchester, das sich als ernst zu nehmender Klangkörper profilierte. Das wurde gleich bei den ersten Takten deutlich. Die entrückten, gleichsam entmaterialisierten, in fernen überirdischen Sphären schwebenden Töne des Gral-Themas am sehr exponierten, heiklen Anfang von Wagners „Lohengrin“-Vorspiel klingen in der Regel in den Opernhäusern keineswegs klarer, gepflegter, werden nicht sauberer intoniert als diesmal in Landau. Und am Pult agierte der Gründer des Orchesters, der musikalisch handfest ausgebildete Psychiatrie-Professor Reinhard Steinberg - ... ausgesprochen professionell. Der Eindruck eines kompakten, spielerisch sattelfesten Klangkörpers und eines versierten Dirigenten bestätigte sich....(Gabor Halasz) |
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| „Fränkischer Tag“ vom 28.05.2004 ...begann der Abend, mit der Uraufführung der vom BÄO in Auftrag gegebene „Dvorák-Fantasie“ von Wolfgang Zoubek ... Eine gerade durch das Zurückgreifen von Dvoráks populärstes Werk nicht allzu schwere Kost, für die der Komponist Blumen und Beifall entgegennehmen konnte... ...Wenn man gehört hat, mit wie viel Verve, musikalischem Geschmack und vom wackelnden Einsatz vom Scherzo einmal abgesehen sicherem Zusammenspiel das BÄO Dvoráks Siebte Sinfonie interpretierte, will man kaum glauben, dass die nebenberuflichen Musiker für kurze Zeit nur auf einem Schloss in den Hassbergen probten... Trotz teils frenetischem Beifalls (vor allem für den Klarinetttisten) keine Zugabe. Schade, ... |
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| „Süddeutsche Zeitung“ vom 19.01.2004 ...Im vergangenen Jahr feierte eine vertraute Institution des Münchner Musiklebens ihr 35-jähriges Bestehen: das Bayerische Ärzteorchester ... Das Jubiläumskonzert im Herkulessaal demonstrierte allerhand Niveau. Florian Sonnleitner beförderte das selten gespielte Violinkonzert von Robert Schumann in virtuose Regionen, aber Höhepunkt war Bruckners Neunte. Steinbergs kluge Steigerungsdisposition, die tiefe Andacht und das perfekte Blech standen keinem Profi-Orchester nach... |
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| „Süddeutsche Zeitung“, Juni 1992 GEMISCHTE EINDRÜCKE...“Als Patienten hatte man sich Brahms und Bruckner ausgesucht. Über hundert Mediziner bemühten sich im Prinzregententheater um die Schönheit leidender Romantiker. In rasender Geschwindigkeit sezierten sie die Haydn-Variationen von Brahms, leicht tachyphonisch geriet auch Bruckners 4. Symphonie... Ein junger und gesunder Klangkörper war mit guten technischen Voraussetzungen angetreten. Allerdings: Dirigent Reinhard Steinberg konnte im ersten Teil sein manisches Tempo durchhalten, die Musiker zogen mit indessen ist jedoch die Auffassung problematisch, man könne allein durch klangfrohes Spiel der Komposition gerecht werden... Am packendsten musizierten die Doctores die letzte Variation, verhalfen dem Brahmsschen St. Antonius Choral zu klangvoller Würde. Einen angenehm ausgewogenen Orchesterklang zauberte Steinberg hingegen aus Bruckners Es-Dur Symphonie... Steinberg verwischte diesen Hintergrund nicht zu romantischem Allerlei, sondern ließ gerade die Bläserchöre leuchtend hervortreten... Davon angeregt erwärmten sich die Musiker im 2. Satz für die innbrünstige, religiöse Variante romantischer Musik. Hier waren Ansätze einer tiefergehenden Auseinandersetzung zu spüren, da überzeugte das Orchester nicht nur durch rein technische Qualitäten, sondern vermittelte einen Eindruck davon, welches Können wirklich in den Musikern steckt...“ (H. Mauró) |
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| „tz“, München, Juni 1991 OPPITZ UND DIE ÄRZTE ...“Das Ärzteorchester hat mit Gerhard Oppitz einen guten Griff getan... Steinberg begann mit Bernsteins Ouvertüre zu „Candide“, einem Reißer, der einzelnen Orchestergruppen die Möglichkeit bietet, ihre Professionalität unter Beweis zu stellen. Es ist ja immer wieder erstaunlich, wie viele gute Musiker es unter der Ärzteschaft gibt. Den Abschluß bildete die Symphonie Nr. 4 von Brahms. Hier hatte Steinberg Gelegenheit, sich ganz als Dirigent zu entfalten. Das Resultat war bemerkenswert (K. R. Dammler) |
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| „Mainpost“ Würzburg, Juni 1991 BALSAM FÜR DIE SEELE VON MUSIKERN UND PUBLIKUM... „der temperamentvolle Einstieg, die Ouvertüre zu „Candide“ von Leonhard Bernstein, schöpfte schon gleich den gesamten Klangkörper aus; die schlagzeugreiche, füllige Orchestrierung der jazzigen Rhythmen wurde sichtlich genossen, von den Spielern wie vom Publikum..., „Concerto in F“ von George Gershwin, vom Weltklassepianisten Gerhard Oppitz bravourös interpretiert... Die fast wahnsinnigen Repetitionen im 3. Satz, nahtlos zwischen Solo und Orchester hin- und hergeworfen, verdichteten sich im Finale in einem bis zur Grenze der Nervenleitgeschwindigkeit gesteigerten Tempo... Die in den Jazz-Stücken forsche und straffe Art des Dirigats durch Reinhard Steinberg wurde in der 4. Symphonie von Johannes Brahms weiter, weicher, offener und tiefer, mit dem Orchester die typische symphonische Vielfalt Brahms entfaltend... Die Einsätze und Übergänge der Bläser im 2. Satz hörte man selbst bei Profiorchestern selten so gut. Der kompakte Klang der Blechbläser wirkte wie eine Säule, die von den polyrhythmischen Streichermotiven umrankt wurde...“ |
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| „Münchner Merkur“, Juni 1987 ZWISCHEN STIMMUNGSBILD UND CHARAKTERSCHILDERUNGEN - „Komplimente haben sie gar nicht mehr nötig, das Bayerische Ärzteorchester und sein Leiter Reinhard Steinberg; die haben sie in den letzten 20 Jahren schon oft genug einheimsen können. Aber warum soll man sein Erstaunen über das Funktionieren des Klangkörpers verhehlen...“ (Karl Robert Brachtel) |
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| „Münchner Merkur“, Mai 1986 STRESS-BEWÄLTIGUNG AN DEN NOTENPULTEN ...,und wenn das Niveau so erstaunlich hoch ist wie an diesem Abend im voll besetzten Herkulessaal der Müchener Residenz, fühlt sich auch das Publikum erfrischt und begeistert wie nach einem Drei-Sterne-Konzert. In Reinhard Steinberg hat das Orchester allerdings einen Kapellmeister, der sein Nebenhandwerk einst bei dem exzellenten Dirigenten Bruno Maderna gründlich erlernt hat und darüber hinaus noch ein künstlerisch inspirierter Musiker ist, der seine Kollegen an den Noten-Pulten zu Höchstleistungen zu beflügeln weiß... In Benjamin Brittens romantischer Serenade für Tenor, Horn und Streicher entfalteten die Damen und Herren einen Zauber atmosphärisch duftender und subtil differenzierter Bogenführung. Eine orchestrale Begleitung, wie sie sich die exzeptionellen Gastsolisten nicht stilvoller hätten wünschen können...Steinberg ließ sich bei Bruckners 3. Symphonie weder zum Überdruck im Pathos des Religioso noch zu dem der Naturschwärmerei verleiten. Eine mustergültige Wiedergabe, zu Recht mit Beifallstürmen quittiert.“ (Helmut Lohmüller) |
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| „Süddeutsche Zeitung“, Juni 1983 80 MUSIKTHERAPEUTEN...“Eine immer wieder Staunen und Bewunderung erregende Leistungsschau des 1967 gegründeten schnell zu 120 Mann starken Großformat entwickelten Orchesters. ... Steinberg hat ein ansprechendes Programm vorbereitet, das in geschliffenen exakten Wiedergaben der ärztlichen Standesehre entsprach: Keine Kunstfehler zu begehen. Man hätte sie allerdings auch leicht überhören können unter dem Eindruck eines auch hohe künstlerische Ansprüche zufriedenstellenden Spiels. In Igor Stawinskys Ballet Musik zu Apollon Musagétes hatten die Streicher ihre große halbe Stunde... War man schon in Mozarts Ouvertüre zu „Don Giovanni“ überrascht von der Pracht und der Intonationsreinheit der Bläser, so begeisterte sich das Publikum am Schluß zu langen Ovationen nach der ausdrucksintensiven Aufführung von Anton Dvoraks 9. Symphonie (aus der neuen Welt) ... unter unsentimentaler ärztlicher Aufsicht ...“ (Helmut Lohmüller) |
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| „Süddeutsche Zeitung“, Juni 1976 MOZART IN DEN HÄNDEN DER ÄRZTE, „das Singspiel „Zaide“ im Münchener Cuvilliés-Theater... Hören lassen konnten sich die „Dilettanten“: Das Orchester aus Mediziner, der famose erste Oboist, der schier professionell abgestufte Geigenklang und der erstmals an einem Opernpult stehende Dirigent Dr. med. Reinhard Steinberg. Er scheint aus purer Selbstverleugnung und Menschenfreundlichkeit Physiologe geworden zu sein: Nämlich um sein dirigentisch weniger begabten Generationsgefährten nicht die internationalen Pultkarrieren zu verderben. Nachdrücklich setzte er seine straffen Tempi durch, fing Unstimmigkeiten geistesgegenwärtig auf und wusste überhaupt, worauf es bei Mozart wie beim Theater ankommt. Er und sein Orchester zogen mit gutem Grund den lautesten Applaus auf sich... Das Orchester aus Amateuren klang professionell...“ (Karl Schumann) |
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| „Süddeutsche Zeitung“ Januar 1973 DIE ÄRZTE UND DIE MUSIK...“Sind die Ärzte eigentlich musikalischer, musikinteressierte als andere Sterbliche...Ich kenne diese Antwort jedenfalls nicht. Was es indessen gibt, das ist ein Vorurteil, demzufolge Ärzte häufiger ein inniges und aktives Interesse an Musik bekunden als andere Berufsgruppen. Ein Vorurteil? ... Der grimmige Knappertsbusch hat es bestimmt nicht so böse gemeint, wie es klingt, wenn er einen ihm bekannten Frauenarzt, der dirigierte, Eierstockowsky nannte, was auch als typische Mischung aus Mediziner- und Musikerwitz zu diagnostizieren wäre... Das Orchester Münchener Medizinstudenten feierte seine 5-jähriges Bestehen... Ein paar Undeutlichkeiten in der Gigue (Bach zweite Suite), der auch bei Berufsmusikern häufige Fehler, die schnellen Figuren in langsamen Sätzen etwas zu rasch zu spielen, störten nicht. Und auch der Umstand, daß die Streicher mit den hohen Lagen Mühe hatten, irritierte kaum: Es gelang nämlich alles vom ersten bis zum letzten Ton vernünftig und intelligent. Und vor allem lebendig. Mit Lebendigkeit aber habe es ja wohl Mediziner wie Musiker zu tun... Diejenigen, die dabei waren, applaudierten jedenfalls sehr herzlich, dass die Medizinstudenten noch eine Dosis Musik zugeben mussten. Als Patient wäre man auf derartige Injektions- oder Operationszugaben nicht so scharf wie die Hörer im Festsaal der Musikhochschule.“ (Joachim Kaiser) |
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| AZ, München Juli 1969 ...FROH LÄCHELTE DIE LEICHE...“die Reihe, musik unserer zeit“...begann diesmal recht traditionsbewusst. Mit einem wackeren musikalischen Sezierkursus des „Orchesters Münchener Medizinstudenten“ an der lächelnden Leiche Strawinsky’s endete es...“ |
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